Noble Yarns

Die Vereinigung von Tradition und Moderne

In den Weiten der mongolischen Steppen sitzt Munkhbold Bold in einem roten Deel auf einem Stein und schaut mit ruhigem Blick auf seine grasenden Ziegen, Schafe und Yaks herab. Kräftige Kamele und unbeschlagene Pferde ergänzen das Bild und unterstreichen die Jahrtausende alte Tradition der Mongolei. Seit Generationen ziehen die Mongolen mit ihren Familien und dem Vieh als Nomaden umher. Sie lieben ihre Freiheit und das vom Rhythmus der Jahreszeiten bestimmte Leben in einem schier grenzenlosen und intakten Ökosystem.

 

Neues Kapitel in der Jahrtausende alten Tradition

Zusammen mit seinem Bruder Tselmeg Bold wollte Munkhbold Bold ein neues Kapitel dieser altehrwürdigen mongolischen Tradition schreiben: 2017 gründeten die Bold Brüder das Label «Noble Nomads», mit welchem sie die Tradition und die Moderne vereinigen wollen. «Wir möchten mit unserem Unternehmen Noble Nomads einen Beitrag zur Erhaltung der kulturellen Identität unseres Volkes leisten, indem wir helfen, hochwertige und ökologisch erzeugte Produkte der mongolischen Nomaden zu einem fairen Preis in Europa anzubieten» sagt, Munkhbold Bold, der in Deutschland Informatik studiert hat.


Munkhbold Bold und Tselmeg Bold vereinen Tradition und Moderne.

 

Ein liebevolles Verhältnis zu den Tieren

Die Bold Brüder wissen alles über die mongolische Tierzucht und die teils langwierigen Arbeitsprozessen zur Gewinnung von Kaschmir- und Kamelwolle. So werden die freilebenden Kaschmirziegen nicht geschoren, sondern während des Fellwechsels im Frühjahr per Hand gekämmt. Da die Feinheit und die Länge der Ziegenhaare die Qualität des Kaschmirs bestimmt und selbst die modernsten Maschinen den Unterschied zwischen dem feinen Unterhaar und dem groben Deckhaar nicht erkennen, trennen die Bold Brüder das Deckhaar von der Unterwolle von Hand und sortieren damit fast 60% der ausgekämmten Haare aus. Das Kaschmir von Noble Nomads gilt somit zurecht als eine der edelsten Wolle der Welt.


Die Noble Nomads kämmen die Kaschmirziegen während des Fellwechsels von Hand.

 

Nachhaltige Wollgewinnung

Ein noch aufwändigeres Prozedere erfordert die Kamelwolle. Diese gewinnen die Nomaden während des Fellwechsels im späten Frühjahr bis zum Beginn des Sommers. Dabei werden die Kamele nicht geschoren; vielmehr sammeln die Nomaden das abgeworfene Fell ein. Pro Kamel ergeben sich so etwa 8 bis 10 Kilogramm Wolle. Durch die extremen Klimaunterschiede – während den Wintermonaten kann es in der Mongolei bis zu -40°C werden – ist die Wolle auf natürliche Weise klimaregulierend. Die Kamelwolle ist hautfreundlich und gut geeignet für Allergiker, da sie einen geringen Wollfettanteil besitzt.

 

 

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